Drohnen Test – Multicopter, Quadrocopter, FPV-Racing

Die Drohne fliegt über Wald und Wiesen, liefert Bild- und Videomaterial an die Besitzer und versetzt die Menschen in großes Staunen. Viele Modelle sind schon für kleines Geld erhältlich, doch welche überzeugen im Drohnen Test und machen die besten Aufnahmen?

Warum sind Drohnen mit Kamera oder FPV-Racing Drohnen so beliebt? Worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden?

Der folgende Beitrag liefert die Antworten auf diese Fragen.

Drohnen Test: Die besten Drohen im Vergleich

PlatzModellEigenschaftenFeatures


1

4.0 von 5 Sternen (49 Kundenrezensionen)

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DJI - Phantom 4
✓ 4K-Kamera mit 12 MP
✓ Flugzeit: 28 min
✓ Reichweite: 5 km
✓ Max. Geschw.: 72 km/h
✓ Gewicht: 1380 g
✓ Anti-Kollisionssystem
✓ Return-to-Home
✓ TapFly
✓ GPS / GLONASS
✓ Smartphone-/Tablet-Halterung
✓ App für Android & iOS


2

4.4 von 5 Sternen (96 Kundenrezensionen)

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DJI - Phantom 3
✓ 4K Kamera mit 12 MP
✓ Flugzeit: 20-25 min
✓ Reichweite: 2 km
✓ Gewicht: 1280 g
✓ Größe: 29 x 29 x 18 cm
✓ 3-Achs Gimbal
✓ Waypoint Flugnavigation
✓ Smartphone-/Tablet-Halterung
✓ integrierte Flugsteuerung
✓ integrierte FPV Bildübertragung
✓ App für Android & iOS


3

Yuneec - Q500 Typhoon G
✓ Kamera austauschbar
✓ Flugzeit: 25 min
✓ Reichweite: 1km
✓ Gewicht: 1741 g
✓ Größe: 42 x 42 x 24 cm
✓ GoPro Hero kompatibel
✓ Gimbal: GB203
✓ 3-Achs Gyro
✓ Steady Grip
✓ Follow-Me Funktion
✓ Fernsteuerung ST10+
✓ App für Android & iOS


4

3.8 von 5 Sternen (118 Kundenrezensionen)

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Parrot Bebop 2
✓ 14 MP Fisheye Kamera
✓ Flugzeit: 25 min
✓ Reichweite: 300 m
✓ Gewicht: 499 g
✓ Größe: 33 x 38 x 6 cm
✓ 3-Achs Gyro
✓ 60 km/h schnell
✓ "Return-Home" Funktion
✓ Fotos in JPEG & RAW
✓ GPS & GLOSNASS
✓ App für Android & iOS

Was ist eine Drohne?

Bei einer Drohne handelt es sich um ein unbemanntes Flugobjekt, das nicht mit den unbekannten und gefürchteten UFOs zu verwechseln ist. Drohnen können automatisiert fliegende Flugobjekte, aber ebenso von Menschenhand gesteuert sein. Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig. Die Drohne kann entweder als ein Hobby-Objekt zum Fliegen oder Filmen und Fotografieren sein. Drohnen werden häufig zum Spaß genutzt (siehe Testvideos), doch auch aus einem professionellen Anlass heraus werden sie verwendet. Die Einsatzgebiete umfassen beispielsweise:

  • Luftaufnahmen (Fotografie / Videos)
  • Vermessung
  • Technische Kontrolle an beispielsweise Gebäuden oder Hochspannungsmasten
  • Forst- und Landwirtschaft
  • Jagd
  • Erkundung und Forschung
  • Tier- und Naturschutz
  • Polizei und Feuerwehr

Was ist ein Multicopter?

Ein Multicopter ist ein Fluggerät, bei welchem mehrere Rotoren, die fest montiert sind, für Auftrieb sorgen. Im Detail unterscheiden sich diese Geräte danach, wie viele Rotoren vorhanden sind:

  • Tricopter hat 3 Rotoren
  • Mini Quadrocopter und Quadrocopter haben 4 Rotoren
  • Hexacopter verfügen über 6 Rotoren
  • Octocopter haben 8 Rotoren

Mit der gesamten Anzahl der Rotoren steigen auch die Schwierigkeit und Komplexität des Fliegens.

Was ist ein Quadrocopter?

Das Wort Quadrocopter steht für „Viereck-Flügel“. Dieses Fluggerät nutzt die Auftriebskraft von vier Rotoren, die in einer Ebene angeordnet sind und senkrecht nach unten wirken. Quadrocopter waren zu Beginn der Entwicklung so konzipiert, dass Piloten in den Maschinen Platz fanden, allerdings hat sich die Technik mit den Jahren so enorm weiter entwickelt, dass niemand mehr in solch ein Gerät einsteigen muss.

FPV-Racing

Was bedeutet FPV-Racing Drohne?

Beim FPV Racing handelt es sich um den neuesten Trend im Bereich der Drohnen und Quadrocopter. Beim Drohnen-Rennen wird die FPV Drohne aus dem so genannten „First Person View“ (FPV) gesteuert, wodurch es möglich ist, spektakuläre Flugmanöver zu erleben, als wenn man selber im Cockpit sitzen würde. Die FPV Racer sind meist leistungsstarke Quadrocopter, die Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h erreichen.

Warum sind Drohnen mit Kamera oder FPV-Racing Drohnen so beliebt?

Die Drohne mit Kamera ist der absolute Megatrend, da sie zum Beispiel atemberaubende Aufnahmen ermöglichen. Selbst ein Anfänger kann eine Drohne mit Kamera innerhalb kürzester Zeit beherrschen, um atemberaubende Luftaufnahmen zu machen. Die faszinierende Welt aus der Vogelperspektive, damit wird für viele Hobbypiloten ein Traum wahr, während Luftbilder früher nur für Helikopterunternehmen möglich waren. Heutzutage können mit einer Drohne, die über eine Kamera verfügt, sehr günstig herrliche Foto- und Videoaufnahmen selber gemacht werden.

Wie funktioniert eine Drohne?

Drohnen-Vergleich-Quadrokopter-KonfigurationÄußerlich unterscheiden sich die verschiedenen Modelle zwar zum Teil stark voneinander, der generelle Aufbau jedoch bleibt stets der gleiche. Im Allgemeinen versuchen die Hersteller, die Drohnen immer leistungsfähiger zu machen, wobei der Fokus insbesondere in der Optimierung des Gewichts liegt, da jedes zusätzliche Gramm die Flugleistung und -dauer senkt.

Bei den Drohnen, den Fluggeräten, wird der erforderlich Auf- und Vortrieb durch einige Motoren, die unabhängig steuerbar sind, realisiert. Der Schubvektor wird durch eine unterschiedliche Ansteuerung der Motoren verändert. Dies führt in der so genannten Roll- und Nickachse zu einer Bewegung.

Zum Steigen oder Sinken wird der Gesamtschub sämtlicher Motoren gleichmäßig entweder erhöht oder verringert. Da ein stabiler Flug durch eine manuelle Kontrolle der einzelnen Motoren nicht zu erreichen ist, kommt ein Flight-Controller zum Einsatz, der die Abweichung der jeweils aktuellen Fluglage entsprechend zur gewünschten Fluglage misst und die einzelnen Motordrehzahlen nachregelt. Dies geschieht mit einer Inertial Measurement Unit. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von verschiedenen Sensoren.

Was sind die wichtigsten Funktionen?

Flightcontroller: Der Flightcontroller verarbeitet die entsprechenden Signale der Fernsteuerung. Er liest die Daten aus und steuert die Motoren, damit die Drohne stets im Gleichgewicht gehalten wird bzw. die Flugmanöver durchgeführt werden können.

GPS: Durch die Verwendung von GPS-Sensoren wird dem Flightcontroller ermöglicht, dass im Vorfeld einprogrammierte Flugpunkte angesteuert werden und die Drohne in den Automatik-Modus gelangt.

Motoren: In günstigen Einsteiger-Modellen sind oftmals Gleichstrommotoren mit Bürsten verbaut, während die professionellen Drohnen zum Antrieb der Propeller meist über bürstenlose Motoren verfügen.

Motoransteuerung: Die Verbindung zwischen dem Flightcontroller und den Motoren findet über die so genannte Electronic Speed Controller statt. Diese kleinen Microcontroller regeln die Ansteuerung der Motoren und übermitteln die Drehzahlen an die Motoren.

Propeller: Propeller gibt es in verschiedenen Ausführungen, wobei insbesondere der Durchmesser von Bedeutung ist. Ein großer Propeller benötigt natürlich eine höhere Motorleistung. Das Verhältnis der erzeugten Leistung und des Propeller-Durchmessers muss zueinander passen. Letztendlich macht ein großer Propeller in der Kombination mit einem entsprechenden Motor die Drohne leistungsfähiger.

Was gibt es beim Kaufen einer Drohne zu beachten?

Wer eine Drohne ausprobieren möchte, sollte zunächst einmal ein Einsteiger-Modell wählen. Viele Drohnen können mittlerweile auch per Handy-App kontrolliert und dementsprechend ziemlich einfach bedient werden. Grundsätzlich können durch eine Drohne mit einer Kamera Bilder an den Benutzer übertragen werden. In der Regel sind die Drohen für die Installation einer Kamera geeignet, allerdings fallen bei verschiedenen Drohnen noch zusätzliche Installationsarbeiten an. Bei der Kamera gibt es Leistungs- und Qualitätsunterschiede, die von den Fotoaufnahmen oder Videos abhängen. Grundlegend sollte folgendes beachtet werden: Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Drohnen. Daher ist es wichtig, einige Fragen vor der Entscheidung zu klären. Grundlegend sollte folgendes beachtet werden:

  • Für welchen Zweck soll die Drohne sein? (Freizeitbeschäftigung, für Video- oder Fotoaufnahmen etc.)
  • Über welche Funktionen soll die Drohne verfügen? (Kamera, GPS-System, Funk- oder Infrarotfernbedienung usw.)
  • Wie viel soll die Drohne kosten? Die besten Drohnen im Testbericht gibt es bereits unter 150 €
  • Es sollte im Vorfeld überprüft werden, ob eine Kamera nachgerüstet werden kann. Die Bilder werden bei einer Drohne mit Kamera entweder an die Fernbedienung oder auf das Tablet bzw. Smartphone übermittelt. Die Videobrille ist eine weitere Möglichkeit, die Bilder der Drohne zu übermitteln. Sie werden damit direkt übersendet und zudem intern abgespeichert.
  • Die Flugzeit der Drohne spielt ebenso eine entscheidende Rolle, denn wer möchte schon nach einem Flugspaß von beispielsweise zehn Minuten wieder zur Landung ansetzen? Aus diesem Grund sollten die möglichen Flugzeiten beachtet werden.
  • Ein weiteres Kaufkriterium sind die relativen Reichweiten. Die Drohne sollte über ein geringes Gewicht sowie eine geringe Größe verfügen.
  • Die Spannweite ist ein sehr wichtiger Faktor in Bezug auf die zusätzliche Traglast. Umso kleiner die Spannweite ist, desto weniger Traglast kann befördert werden. Eine hohe Spannweite beeinflusst zudem die Windanfälligkeit. Bei windigem Wetter wird damit über die Flugeigenschaften der Drohne entschieden.
  • Qualitativ hochwertige Drohnen sind mit einem GPS-Tracker sowie Höhenmesser ausgestattet. Sie sind jedoch auch preisintensiver.
  • Über eine Fernbedienung kann die Drohne gesteuert werden. Es gibt aber auch Modelle, die extern über das Tablet oder Smartphone zu bedienen sind. Bei einer Fernsteuerung sind die Unterschiede hinsichtlich Konfiguration, Frequenz und Reichweite zur Drohne zu beachten.

Drohne selber bauen?

Wer selber eine Drohne nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenbauen möchte, benötigt lediglich die Bauteile sowie das entsprechende Wissen und ein feines Fingerspitzengefühl. Wichtig ist zunächst einmal ein stabiler Rahmen, der zudem möglichst leicht ist, aber dennoch die Möglichkeit bietet, sämtliche notwendigen Komponenten darauf zu installieren.

Günstige Rotoren aus Kunststoff sind hervorragend für Anfänger geeignet. Bei Abstürzen gehen sie zwar oft zu Bruch, allerdings sind sie auch entsprechend preiswert. Teurere Modelle, beispielsweise aus GFK, sind stabiler, doch sie kosten natürlich auch etwas mehr Geld.

Für das Fliegen von Drohnen gibt es in Deutschland Vorschriften und Gesetze. Hierbei müssen beispielsweise ausgewiesene Flugverbotszonen beachtet werden. Zudem ist es erforderlich, eine Versicherung abzuschließen, bevor mit der Drohne gestartet werden kann.

Führende Hersteller und Marken laut Test

Es gibt verschiedene Hersteller von Drohnen, die sich auf dem Markt etabliert haben. Neben DJI Innovations, dem chinesischen Unternehmen, das insbesondere durch die Phantom-Serie bekannt wurde, sind noch die innovativen Unternehmen Walkera UAVs, Parrot SA, 3D Robotics, Syma und XciteRC zu nennen.

Vorteile und Nachteile von Drohnen

Grundsätzlich überzeugen Drohnen mit vielen verschiedenen Vorteilen, zum Beispiel:

  • Faszinierende Luftaufnahmen
  • Geringe Investitionskosten
  • Sehr hoher Spaßfaktor
  • Erweiterungsmöglichkeiten durch Brillen, Navigationssysteme, Apps etc.
  • Lange Lebensdauer
  • Sparen von Transportkosten und Piloten, da kein Benzin erforderlich ist und die Route einprogrammiert wird
  • Geräuschloses Fliegen, sodass niemand gestört wird

Nachteile von Drohnen

Als Nachteil wird angesehen, dass jeder in der Lage ist, die Drohnen fliegen zu lassen, was im Luftraum zu einem großen Chaos führen kann. Drohnen können außerdem für Insekten und Zugvogelarten eine Gefahr darstellen, falls sie in die Drohne fliegen.

Doch auch für den Menschen könnten Drohnen durch einen Absturz eine Bedrohung sein.

Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Drohnen manipuliert und somit zur Luftüberwachung verwendet werden. Dadurch könnte es zu unerlaubten Videoaufnahmen bis hin zu Spionagefällen kommen.

Was sagt die Stiftung Warentest dazu?

Die Stiftung Warentest hat noch keine Drohnen getestet. Da das unabhängige Unternehmen jedoch in regelmäßigen Abständen Geräte und Produkte unter die Lupe nimmt, bleibt zu erwarten, dass dies auch im Bereich der Drohnen in der Zukunft geschieht, da sie aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile für die Menschheit sehr interessant werden könnten.

Bildnachweis: Rafael Benevides Flickr.com  (CC BY 2.0)

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Hi - Ich bin Thomas. Ich liebe Reisen, Filme, Sport, Design und Technik. Seit Oktober 2013 schreibe ich regelmäßig für Outdoor-Kamera.Org