8 Pflegetipps für Ihre Outdoor – Unterwasserkamera

Ob rasanter Downhill Ride oder bunte Fischschwärme am Korallenriff: erst mit einer guten Unterwasserkamera wird das Freizeitabenteuer zum Blockbuster.
Damit Ihre Unterwasserkamera trotz Sonne, Sand und Salzwasser einwandfrei funktioniert und gute Bildqualität liefert, kommt es auf die richtige Pflege und Wartung an:

Tipp – Vorbereitung ist alles

Machen Sie Ihre Kamera schon vor dem Start einsatzbereit. Der Akku sollte voll geladen sein, die Speicherkarte ausreichend Platz für neue Bilder bereithalten. Denn unterwegs dürfen Gehäuse, Akkufach und Speicherkarten-Slot nicht geöffnet werden. Besonders beim Einsatz unter Wasser könnte schon ein winziges Sandkorn oder Haar die Dichtigkeit der Klappen beeinträchtigen und Wassereintritt verursachen. Oft entsteht dann in der Elektronik der Kamera ein Kurzschluss, der das Gerät unbrauchbar macht.

Tipp – Silika Gel

Ein Päckchen Silika Gel im Inneren des Unterwassergehäuses bindet Feuchtigkeit. Damit wird auch bei starken Temperaturunterschieden ein Beschlagen der Linse verhindert. Die Kapazität des Gels ist allerdings begrenzt – legen Sie daher vor jedem Einsatz einen neuen Beutel ein. Tipp: Im Backofen können gebrauchte Gelpäckchen wieder regeneriert, also getrocknet werden. Bei mäßiger Hitze und leicht geöffneter Ofentür ist das enthaltene Wasser nach etwa einer halben Stunde verdunstet und die Beutel können luftdicht in einer Plastiktüte aufbewahrt werden.

Tipp – Alles ganz dicht?

Die Dichtungen des Gehäuses sollten regelmäßig überprüft werden, ebenso die Rillen, in denen die Dichtungsgummis fixiert sind. Schmutz und Sand werden entfernt, spröde Gummis gegebenenfalls ausgetauscht und leicht eingefettet. Achten Sie bei der Wahl des Fettes auf die Angaben des Herstellers. Wer sichergehen will, kann vor dem Tauchtrip die Dichtheit in der Badewanne testen.

Eilat

Eilat- Israel: Privat Archiv © Outdoor-Kamera.org

Tipp – And action!

Achtung, Kameras und Sonnencreme vertragen sich nicht! Denn kommt Fett auf die Linse oder die Schutzscheibe vor dem Objektiv, bekommen alle Bilder einen milchig-trüben Schleier. Fassen Sie das Gerät also nicht mit eingecremten Händen an und kontrollieren Sie vor den ersten Aufnahmen, ob die Linse sauber ist.

Tipp -Nützen Sie eine Kameratasche

Auch Sand kann den mechanischen Teilen der Kamera beträchtlich schaden, führt zu einer Blockierung von Objektiv und Knöpfen. Bewahren Sie die Kamera in Pausen deshalb am besten in einer Tasche auf, die sie obendrein noch vor starker Sonneneinstrahlung schützt.

Tipp -Richtig abspülen

Salzwasser sollte nach dem Tauchgang gründlich abgespült werden, am besten, bevor es auf dem Gehäuse eintrocknet. Es empfiehlt sich, für diesen Zweck eine Flasche Leitungswasser einzupacken. Zuhause wird das Gehäuse dann in Süßwasser eingeweicht, um die letzten Salzreste herauszulösen.

Tipp –  Die Reinigung danach

nach der groben Entfernung von Salz und Schmutz sollte man die Kamera zuhause eine gründlichen Reinigung unterziehen. Fussel, Staub, Sand oder losen Schmutz entfernt man am besten mit einem Mikrofasertuch und einem antistatischen Fotopinsel. Dem hartnäckigen Dreck in Ecken und Ritzen kann auch mit einem in Alkohol getauchten Wattestäbchen zu Leibe gerückt werden. Ist alles sauber, sollte die Kamera bei geöffnetem Gehäuse mindestens einen Tag lang trocknen.

Tipp – Trocken lagern

Ist die Kamera länger nicht im Einsatz, bewahrt man sie am besten kühl, trocken und dunkel auf. Akkus halten länger, wenn man sie vor der Lagerung voll auflädt. Falls die Kamera mit Batterien funktioniert, sollten Sie diese entfernen, um Schäden durch auslaufende Batteriesäure zu vermeiden. Ihre Unterwasserkamera wird es Ihnen danken – mit einem langen Leben und faszinierenden, einzigartigen Aufnahmen.

Hi - Ich bin Thomas. Ich liebe Reisen, Filme, Sport, Design und Technik. Seit Oktober 2013 schreibe ich regelmäßig für Outdoor-Kamera.Org
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