Die zehn schönsten Wanderwege in den Alpen

Schöner als eine Wanderung durch die Alpen ist nur das Einkehren in einer gemütlichen Almhütte nach einer gelungenen Tour. Das atemberaubende Panorama der Alpen zieht Wanderer aus der ganzen Welt an. Aber was sind die schönsten Wanderwege der Alpen? In den Alpen kann man nicht nur Berge erklimmen, sondern auch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erleben und auf historischen Pfaden wandeln.

Die Klassiker der Alpenwanderwege: Dolomiten, Großglockner und Mont Blanc

  • Eine Tour durch die Dolomiten ist ein Klassiker, den kaum ein Bergwanderer auslässt. In einer Woche kann man die spektakuläre Landschaft von Ost nach West durchqueren. Die Dolomiten locken mit verträumten Almwiesen, der Langkofel-Berggruppe und dem Naturpark Fanes. Bizarre Felstürme lassen 250 Millionen Jahre Erdgeschichte im Geiste wieder lebendig werden.
  • Auch auf eine Wanderung rund um den Mont Blanc, den höchsten Berg der Alpen, wird kaum ein Bergwanderer verzichten wollen. Die filigran wirkenden Felstürme und Ehrfurcht gebietenden Gletscher zogen schon vor mehr als 100 Jahren die Menschen in ihren Bann. Den Mont Blanc selbst zu erklimmen, ist hervorragenden Bergsteigern vorbehalten. Um den Riesen herum können aber auch Bergwanderer den Blick von verschiedenen einfacheren Gipfeln genießen. Generell aber sollten sich nur geübte Bergwanderer an diese Tour heranwagen.
  • Ein weiterer Klassiker der Alpenwanderung ist eine Trekkingtour rund um den Großglockner. Ein Berg der Superlative: der größte Gletscher Österreichs, der höchste Gipfel, gelegen im größten Nationalpark der Alpen. Wer um die Glocknergruppe wandert, sollte immer für alle Fälle ausgestattet sein. Im hochalpinem Gelände kann man auch im Sommer von Schnee überrascht werden, und schon früh im Herbst kommt der Winter zurück. Auf dieser Tour durch kann man durch drei österreichische Bundesländern wandern, Tirol, Kärnten und Salzburg.

Geschichte entdecken in den Alpen: Auf den Spuren von Pilgern und Herrschern

  • Quer durch Europa führt der Jakobsweg auf dem Weg nach Santiago de Compostela auch durch die Alpen. Dort haben die Pilger noch stattliche 2000 Kilometer bis zum Ziel vor sich. Schon seit dem elften Jahrhundert wird die Strecke von Pilgern begangen. Auch auf dem Teilabschnitt in Tirol erinnert man an die spirituellen Wanderer früherer Jahrhunderte.
  • Bei einer Wanderung am Monviso nähert man sich durch das Po-Tal langsam den Hochtälern, die bis heute zu den ursprünglichsten im Alpenraum gehören. Auf der Tour kann man auch den „Buco di Viso“ passieren. Hierbei handelt es sich um den ersten Straßentunnel in den Alpen. Vermutet wird, dass einst schon Hannibal mit seinen legendären Elefanten über den Pass gezogen ist.

Geheimtipps in Italien und Slowenien: Wandern am Sentiero Roma und im Triglav Nationalpark

  • Ein wunderbares Erlebnis kann eine Bergwanderung am Sentiero Roma sein. Die eindrucksvolle Landschaft mit den hoch aufragenden Türmen aus Granit kann zunächst einschüchternd wirken. Aber die Strecke ist durchaus für Bergwanderer mit durchschnittlichen bis guten Fähigkeiten geeignet. In einer Höhe von mehr als 2500 Metern wurden zahlreiche Wege mit Klettersteigen verstärkt und und somit einfacher begehbar. Schwindelfrei allerdings sollte man unbedingt sein!
  • Einen Geheimtipp stellt der Triglav Nationalpark in den slowenischen Alpen dar. Der Triglav liegt im Zentrum des seit 1981 bestehenden Nationalparks. Er ist der höchste Berg Sloweniens und auf dessen Nationalflagge abgebildet. Hier lassen sich alte Almen erkunden, in den bis heute nach alter Tradition über dem Feuer Käse hergestellt wird. Der Aufstieg zum Triglav ist anstrengend, jedoch nicht zu anspruchsvoll. Zahlreichen Routen wurden mit Klettersteigen ausgestattet. Im Park beeindrucken besonders die zahlreichen Seen und der Savica-Wasserfall, den sie unterirdisch speisen.

Idylle pur in den Seealpen und im Oberallgäu

  • Wer im Wanderurlaub vor allem Idylle genießen und sich an blühenden Wiesen erfreuen will, ist in den Seealpen richtig. Die Region der Seealpen reicht vom Tenda-Pass bis ins Sturatal. Auf italienischer wie französischer Seite ist sie als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das mediterrane Klima lässt traumhafte Blumen blühen, und in unzähligen Seen und unter Wasserfällen können sich Wanderer immer wieder abkühlen und die traumhafte Landschaft vom Wasser aus bewundern.
  • Für den reizvollen Oberallgäuer Rundwanderweg sollte man unbedingt mehr als zehn Tage einplanen. Mit über 200 Kilometern führt dieser Fernwanderweg durch die schönsten Regionen rund um Kempten bis hin zu den Gipfeln des Allgäuer Hauptkammes und wieder zurück. Die voralpine Region ist für ihre Käsesorten weithin bekannt. Die Allgäuer Alpen locken mit romantischen Tälern, alten Traditionen und stets atemberaubenden Panoramablicken.

Foto:  Stefan Pelz Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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